Veganuary - das vegane Selbstexperiment

Habt ihr schon mal vom Veganuary gehört? Nein?! Ich bis vor kurzem auch nicht und selbst dann nur durch Zufall auf Instagram. Veganuary ist eine Zusammensetzung aus den Worten Vegan und Januar.

Nun gut, damit ist das Rätsel um die Bedeutung des Wortes, von dem vielleicht kein Mensch jemals weiß, ob er es richtig ausspricht, gelöst. Aber was habe ich mit Zungenbrechern und veganer Ernährung zu tun – Na neugierig geworden? ;)

Ist das vegan oder kann das weg?

Ich bin eigentlich kein Vegetarier und auch kein Veganer. Ich bin omnivor – was so viel wie Allesfresser bedeutet und bei mir ziemlich zutreffend ist :). Tatsächlich kann ich euch auf Anhieb kein Gericht oder Lebensmittel nennen, das unangetastet auf dem Teller zurückbleiben würde. Natürlich habe ich Vorlieben und Abneigungen, das war es dann aber auch schon.

Dass ich omnivor bin, heißt allerdings nicht, dass mich andere Ernährungsformen nicht interessieren. Im Gegenteil, die Idee eine Zeit lang vegan zu leben begleitete mich schon länger.

Und da kam der Veganuary ins Spiel…


Neues Jahr – neue Vorsätze?!

Der Start ins neue Jahr ist oft der beliebteste und motivationstechnisch vielleicht auch beste Zeitpunkt für gute Vorsätze. Hattet ihr gute Vorsätze für das neue Jahr? Mehr Sport treiben oder Zeit für Freunde nehmen, gesünder essen? Ich hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt einen veganen Monat einzulegen und war interessiert daran, wie es sich in den Alltag integrieren lässt, was es mit mir anstellt und wie es sich auf mein Leben auswirkt. Wer ein solchen Neujahrsvorsatz gefasst hatte, der hatte im Januar die Gelegenheit sich dem Veganuary anzuschließen.

Veganuary ermutigt Menschen dazu, im Januar (natürlich dürfen Motivierte auch in jedem anderen Monat starten) eine rein pflanzliche Ernährung auszuprobieren. Dabei wird, wer möchte, den ganzen Monat in Newslettern mit Tipps, Ratschlägen und Rezepten begleitet. Darüber hinweg findet man in Zeitschriften und im Internet jede Menge Lifehacks for doing everything better. Und das schon mal vorweg: Ohne diese Tipps wäre ich vielleicht so manches Mal verloren gewesen ;P.

Und der Verzicht auf tierische Produkte soll nicht nur einem selbst guttun, er hat auch eine enorme kollektive Wirkung! Würden sich im Januar beispielsweise 350 Tausend Menschen rein pflanzlich ernähren, würden…

...41.200 Tonnen CO2-Äquivalant eingespart werden, was etwa 450.000 Flügen von Berlin nach London entspricht.

…160 Tonnen Phosphat-Äquivalente in unseren Gewässern eingespart werden, was etwa der Vermeidung von etwa 650 Tonnen Klärschlamm entspricht.

…circa 2,5 Millionen Liter Wasser eingespart werden, was der Füllmenge eines Olympia-Schwimmbeckens entspricht (By the way: Wusstet ihr, dass für einen Rindfleischburger im Durchschnitt 2350 Liter verbraucht werden?).

…geschätzt 1 Million Tiere vor dem Tod im Schlachthof bewahrt.

Und das ist nur ein Teil der positiven Auswirkungen, die ein bereits kurzweiliger Verzicht mit sich bringt.

Aber Moment mal, ging es nicht eben noch ums Essen? ;P


Mein Entschluss ein Teil des Veganuary zu sein war also gefasst und so ging es am 01.01.2020 hoch motiviert los. Ich folgte veganen Profilen auf Instagram, machte mich im Internet auf die Suche nach Rezepten und stellte mich seelisch und moralisch auf Entzugserscheinungen und Stimmungsschwankungen ein :). Also fing ich an Gerichte auszuprobieren. Dabei habe ich anfänglich fast ausschließlich Gemüse verarbeitet, denn das ist es was Veganer essen – oder?

Der Start war etwas holprig, fand ich, trotz riesiger Auswahl, irgendwie nicht die richtigen Rezepte. Entzugserscheinungen und Stimmungsschwankungen blieben aber aus – und das war schon mal die halbe Miete ;). Also gab es, ohne Rezept, aber immer noch motiviert, die ersten Tage einfach ein paar stinknormale Gemüsegerichte. Ich fühlte mich, als würde ich eine Diät machen :D.

Auch beim Frühstück war schnell klar, Brötchen mit veganen Gemüsecremes und ich werden niemals eine leidenschaftliche Beziehung führen!

Dann habe ich einige Fleischalternativen ausprobiert, die ich bis dato eigentlich immer etwas belächelt hatte. Jetzt wollte ich wissen, wie sie schmecken und ob sie wirklich einen adäquaten Ersatz darstellen.

Es gibt mittlerweile eine große Produktpalette an veganen Alternativen zu Frikadellen, Schnitzel und Wurst. Teilweise sind diese auch echt lecker – teilweise nicht ;D. Hier hilft es nur sich durchzuprobieren um das zu finden, was einem schmeckt. Auch ob man die Produkte wirklich braucht oder am Schluss selbst kreativ wird und experimentiert, bleibt einem selbst überlassen.

Kreativ zu sein ist jedoch nicht immer so einfach, wie man es sich vorstellt. Natürlich lassen sich viele Rezepte ganz leicht umwandeln, wenn man ein paar Kniffe raus hat. Einfach eine oder zwei Zutaten ausgetauscht oder weggelassen und schon hat man eine vegane Mahlzeit gezaubert. Wie ich das am besten mache oder welches Produkt ich wofür benutzen kann, würde ich erst im Laufe meines veganen Januars lernen. Denn auch hier gilt wie bei so Vielem: Übung macht den Meister!

Ich hatte das Glück, dass mein veganer Monat in meinem Umfeld durchweg positiv und mit sehr viel Interesse aufgenommen wurde. Ein Großteil ist empfänglich für eine zumindest fleischärmere Ernährung. So hatte ich viele Gespräche, aus denen ich immer wieder neue Ideen und Tipps mitnehmen konnte:

Spaghetti Bolognese oder Chili kann man anstelle von veganem Hackfleisch zum Beispiel gut mit Grünkern machen. Vegane Kohlrabi-Schnitzel schmecken super lecker. Verwende viele Hülsenfrüchte um deinen Proteinbedarf zu decken! Gemüsebratlinge mit Haferflocken sind ein super Frikadellen und Burger Patty-Ersatz – die Möglichkeiten sind vielfältig und vor allem eins: LECKER :)


Also seid mutig!

Der Veganuary hat mich ganz klar dazu veranlasst, meinen Konsum tierischer Lebensmittel zu überdenken. Ich habe mich dazu entschlossen auch weiterhin viel auf diese Produkte zu verzichten. Nicht weil ich mich durch diesen Monat schlagartig fitter und vitaler gefühlt habe, einfach, weil ich denke, dass es eine gute Sache ist. Tatsächlich habe ich im Januar viele Sachen gelernt, die ich noch gar nicht ausprobiert habe, es aber in Zukunft möchte.

Mit den richtigen Rezepten fällt das auch gar nicht so schwer und man tut nebenbei etwas Gutes für Tier und Natur :) – probiert es doch mal aus! Vielleicht hilft euch eines der beiden nachfolgenden Rezepte dabei:

Quelle: Ökotest

Rezepte: Chefkoch und Rewe


Eure Friederike

Instagram: _fooderike




Veganes Süßkartoffel-Curry

Zutaten für 2 Personen

2 Süßkartoffeln

1 Dose Kichererbsen

2 TL rote Currypaste

400 ml Kokosmilch

Koriander

Salz

2 EL Olivenöl

Zubereitung

Süßkartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Kichererbsen abgießen. Öl in einem Topf erhitzen und Süßkartoffeln und Kichererbsen darin anbraten. Currypaste zugeben und kurz anschwitzen. Mit Kokosmilch und 200-300 ml Wasser ablöschen. Aufkochen und ca. 10 Minuten leicht köcheln lassen.

Koriander waschen und Blättchen grob hacken. Curry evtl. mit etwas Salz abschmecken. Mit Koriander bestreuen und servieren.

Dank der Süßkartoffel ist das Curry auch ohne weitere Beilage sehr sättigend. Wem das trotzdem zu wenig ist, der kocht noch eine Schüssel Reis dazu ;)



Veganer Apfel-Streusel-Kuchen

Zutaten

300g Mehl

100g Zucker

200g Pflanzenmargarine

1 kleine Banane

8 Äpfel (eher mehlige)

3 EL Zucker

1 Prise Zimt

Zubereitung

Eine kleine Banane in einem Schälchen zu Mus zerquetschen. Sie dient als Bindemittel und sollte nicht zu reif sein, sonst schmeckt man sie zu sehr heraus.

Mehl, Zucker, Margarine und Bananenmus in eine große Schüssel geben und mit den Knethaken eines Handrührers zu einem krümeligen Teig verkneten. 3/4 des Teiges in einer gefetteten Springform (Ø 28cm) am Boden andrücken und dabei einen Rand formen. Mit dem restlichen Teig 30 Minuten kaltstellen.

In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, entkernen, in Stückchen schneiden und anschließend in einen Topf geben. Mit 1-2 EL Wasser, Zucker und Zimt bei milder Hitze 15-20 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch umrühren, bis ein sämiger Apfelkompott entstanden ist.

Das Apfelkompott anschließend auf den Teig in der Springform geben und gut verteilen. Das restliche Viertel des Teiges nehmen und über die Äpfel bröseln.

Den Kuchen bei 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) ca. 20 Minuten goldbraun backen.

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