Teil 2: Auf die Ziege gekommen

Zwischen Saarburg und Konz – deutlich abseits des Hauptdorfes an einem Hang – liegt der Mannebacher Ortsteil Kümmern. Die Aussicht ist herrlich. Man sagt an klaren Tagen kann man sogar bis zum Erbeskopf sehen. Ein Teil des historischen Pilgerwegs nach Santiago de Compostela führt durch den Ort, ebenso wie die touristische Viez-Straße. Außerdem liegt Kümmern an einer alten Römerstraße, deren Trasse heute als Wirtschaftsweg genutzt wird. Es ist ein wirklich kleines Dorf mit wenigen Einwohnern – einer davon ist Marco Carpi mit seinen Ziegen. Marco Carpi. Ein Italiener, den es ins schöne Rheinland-Pfalz verschlagen hat. Simone alias @consciousplaces hat euch in ihrem Beitrag ja schon viel über ihn erzählt. Nicht nur der Besuch bei seinen Ziegen, sondern auch die Käseherstellung standen bei ihr im Fokus. Das Endprodukt sollte nun meine Aufgabe werden! 😊

Den Ziegenkäse für mein nächstes Gericht wollte ich ursprünglich auf dem Mannebacher Käsemarkt einkaufen – kennt ihr ihn? Er findet jeden Samstag von 10-16 Uhr Im Ried in Mannebach statt. Hier gibt es nicht nur Käse, sondern eine bunte Auswahl verschiedenster, regionaler Produkte aus eigener Herstellung. Leider war der Käsemarkt zum Zeitpunkt meines Einkaufes coronabedingt geschlossen. Einen Besuch werde ich aber definitiv nachholen!

Die Idee für mein Gericht gab es also schon länger und ehrlich gesagt frustrierte mich die Schließung des Marktes. Durch Zufall rief mich ein paar Tage später jedoch Simone an und erzählte, sie hätte einen tollen Käser kennengelernt. Perfektes Timing oder Gedankenübertragung?! Egal – die Bedenken waren verflogen und die Motivation zurück 😉 Mit meinem Einkaufskorb bewaffnet, schnappe ich mir also Mann und Kind und mache mich auf den Weg nach Kümmern. Denn dort möchte ich leckeren Ziegenkäse kaufen und mit bzw. für euch verarbeiten. Bei Marco angekommen enthüllt ein Blick in seinen rollenden Verkaufsstand, dass er neben Ziegenkäse auch weitere Produkte aus eigener Herstellung anbietet. Heute liegen in der Auslade nicht nur Käse, sondern auch Joghurt aus Ziegenmilch und frische Ravioli. In der kleinen Scheune nebenan finden wir eine saisonale Auswahl an Gemüse, leckeres Mannebacher Bier und Honig. Zukünftig soll hier ein kleiner Dorfladen entstehen, in dem Marco auch einige Produkte aus seiner Heimat anbieten möchte.



Aber zurück zum Käse. Der sieht wirklich fantastisch aus und welch ein Glück – wir dürfen probieren! 😉

Ein Stückchen Ziegenkäserolle, Ricotta, Frischkäse, etwas gereifteren und ganz frischen, milden Käse. Die Sorten sind vielfältig. Hier finden auch Ziegenkäseneulinge oder gar -skeptiker garantiert etwas, das ihnen schmeckt. Aus- bzw. durchprobieren lohnt sich unbedingt!



Marco fragt mich was ich kochen möchte und ich verrate mein Rezept. Es soll eine Ziegenkäse-Tarte mit Kürb